Die Schaffnerin der letzten Station

Die Anderswelt-Romane

Die Schaffnerin der letzten Station

Jede Seele wählt eine Geschichte. Nora Feld hat keine.

Erschienen auf English

Die Geschichte

Was im Inneren wartet

Nacht für Nacht fügt sich der Bahnhof aus geliehenen Erinnerungen zusammen: eine Lampe, eine Uhr, Regen auf der Heimfahrt eines Fremden.

Die Züge versprechen keine Ziele, nur Geschichten, die die Lebenden tragen dürfen. Die Schaffnerin verwechselte einst Gnade mit Erlaubnis, und ihr Gelübde ist unumstößlich: die Frage stellen, sie niemals beantworten.

Dann erscheint Nora, eine Papierkrone auf dem Kopf. Sie kann nicht antworten, und der Bahnsteig um sie herum zerfällt. Während der letzte Zug naht, droht das Gelübde, ein Kind einem Ort zu überlassen, der es nicht halten kann.

Ein zarter, geheimnisvoller Roman über Erinnerung, Gnade und die Geschichten, die die Liebe behalten darf.

Diese Sprachausgabe nimmt noch Gestalt an.

Sie können die Geschichte schon jetzt erkunden. Falls eine Ausgabe in einer anderen Sprache erschienen ist, finden Sie deren Kaufoptionen weiter unten.

Lesen, bevor Sie wählen

Ein sorgfältig ausgewählter Einblick

Diese Seiten wurden wegen ihrer Stimme und emotionalen Sogkraft gewählt, ohne die Wendung preiszugeben, die alles verändert.

Kapitel 01: Bahnsteig Eins · page 1 of 10

1 / 10

„Der Boden unter Ihnen wird weich. Die Bank fühlt sich nicht mehr wie eine Bank an.“ Sie nickte auf das Gusseisen unter ihm. „Sie hätten es bereits bemerkt. Spüren Sie irgendetwas Falsches daran?“

Er bedachte die Frage, wie sie Hunderte von Fahrgästen hatte bedenken sehen, indem er Gewicht gegen Gewicht testete und einen Balken prüfte, bevor er ihm ein weiteres Mal seine eigenen Knie anvertraute. Seine Hand fand die Armlehne der Bank und drückte einmal. Dann, als ob der erste Druck ihn nicht beruhigt hätte, drückte er ein zweites Mal, weiter unten, an dem Bein, wo das Eisen auf den Eichenholzboden traf. Es war der kleine, private Test eines Mannes, der ein Arbeitsleben lang damit verbracht hatte, zu erkennen, ob Glas halten würde, bevor er es in einen Rahmen einsetzte und ihm das Dach eines Kunden anvertraute.

Die Türen des blassgoldenen Zuges öffneten sich geräuschlos. Kein Zischen von Hydraulik, keine Ankündigung, keine Zeremonie jenseits der einfachen Tatsache, dass sie nicht länger geschlossen waren. Anton Weir stand auf und testete den provisorischen Bahnsteig unter seinen Füßen, wie er die Bank getestet hatte, eine langsame Gewichtsverlagerung von der Ferse zur Spitze. Er sah nicht zu ihr zurück, bevor er einstieg.

Buchdetails

Reihe
Die Anderswelt-Romane
Verfügbarkeit
Erschienen auf English
Sprache
Deutsch
Verlag
LPH98.lifestyle
Autor
L.P.H. Nordhaven
Lesereihenfolge
Ein in sich abgeschlossener Roman